Kapitel 1: Urlicht und Urnacht
Urbeginn: Geburt von Licht und Erde
Wo beginnt Welt?
Nicht im Licht. Nicht in der Zeit. Nicht im Wort.
Sondern im Puls. Jener ersten Regung, die noch nichts sagt, aber alles birgt.
„Urlicht und Urnacht“ ist keine Schöpfungsgeschichte. Es ist ein Lauschen auf das, was Welt werden lässt, bevor sie Form wird.
Ein Text über das atmende Dunkel vor aller Helligkeit. Über das unsichtbare Flimmern im schwarzen Gefäß. Über das Licht, nicht als Strahl, sondern als erster Herzschlag des Werdens.
Dieses Kapitel erzählt von jener vibrierenden Schwelle, auf der sich Licht und Dunkel nicht bekämpfen, sondern gegenseitig gebären. Es geht nicht um Gegensätze, sondern um das erste Pochen zwischen ihnen. Nicht um Erklärung, sondern um Erinnerung.
Darin:
Licht als innerer Klang, nicht als äußere Erscheinung
Nacht als schöpferische Tiefe, nicht als Mangel
Die Geburt der Zeit aus dem Unterschied zweier Rhythmen
Das kosmische Ei, das nicht platzt, sondern atmet
Die erste Naht zwischen Davor und Danach, gespürt im eigenen Puls
Wer spürt, dass Licht mehr ist als Helligkeit. Wer Dunkelheit nicht fürchtet, sondern in ihr eine Mutter erkennt. Wer ahnt, dass Zeit nicht beginnt, sondern sich sammelt, der wird in diesem Kapitel keinen Anfang finden, sondern einen Ursprung.
Ein Ursprung, der nicht spricht, sondern träumt. Ein Text, der nicht erklärt, sondern erinnert. Eine Stille, die schwingt. Und ein Licht, das nicht blendet, sondern ruft.
Hinter der Bezahlschranke:
Kapitel 1: Urlicht und Urnacht
Ein Text wie ein Atemzug vor der Sprache.
Keine Antwort, aber ein Echo.
Ich lade Dich ein, ihn mit mir zu betreten.



